
Tracklisterei:
01 Berlin
02 Subway
03 Nobodies friend
04 Your radioiend
05 This towniend
06 Your crimeiend
07 TV Operatorend
08 Sex & Crimeend
09 Pauls Hochzeit
10 Intro
11 Wheels
12 I'm in loveit
13 Berlin
14 Gelbe Worte
15 Spye Worte
16 Rum & Coca Cola
Genre: Punkrock
Bitrate: 192 kBit/s
Größe: 78,86 mb
Passwort: flatulenzblog
Veröffentlichungsjahr: 1989
Info: 1984 gegründet, waren „DIE ANDEREN“ eine der Speerspitzen des Ostberliner Underground. Heutzutage würde man sie sicher in die Ska-Punk-Schublade pressen wollen, obwohl ihnen das nur ansatzweise gerecht werden kann. Sicher basiert das Konzept auf diesen beiden Säulen, jedoch hielt die Band ihre Musik immer für andere Einflüsse offen - so findet man auch viele Pop- Rock- und Jazzelemente in ihren Songs. Sie spielten zuerst in Kirchen und privaten Feten, bekam aber ab 1986 eine Auftrittsgenehmigung die ihnen die Türen der Klubs und Kulturhäuser öffnete. Eben in diesem Jahr begann in der DDR eine nicht mehr totzuschweigende Subkultur um sich zu greifen, es gründeten sich viele junge Bands. Sie verstanden sich als Oppositionelle und rebellierten auf Ihre Weise indem sie sich mit ihrer Musik den staatlich vorgeschriebenen Zwängen verweigerten. Dies bedeutete eigentlich das Ende - man wird kein Star, wenn man verboten ist – doch der Untergrund wuchs langsam aber beständig. „DIE ANDEREN“ betraf dies nicht, sie spielten von Budapest bis Kap Arkona und ihre Songs liefen auf dem staatlichen Jugendradio DT64, wenn auch nur fast ausschliesslich im „Parocktikum“ – der Sendung von Lutz Schramm, die fast als einzige diesen Bands ein Podium bot. Als die staatliche Plattenfirma Amiga 1988 endlich aufwachte und (sicher auch aufgrund des gestiegenen Drucks von unten) eine Kompilation jener neuen Bands plante, wurden „DIE ANDEREN“ ganz nebenbei der Namensgeber für einen kompletten Abschnitt ostdeutscher Musikgeschichte – alle alternativen Veröffentlichungen von AMIGA erschienen unter dem Label „die anderen Bands“. „DIE ANDEREN“ schlugen den angebotenen Plattendeal jedoch aus und gingen lieber ihren eigenen Weg. Sie vertrieben ihre Kassetten im Eigenvertrieb und wurden somit quasi der erste nicht staatlich gelenkte Musikmonopolist der DDR. Was folgte war ein schwarzer Tag für die Band. Auf einem Konzert in Westberlin verliebte sich Jack Rieley, damals Produzent von Prince, in den Trommler der „ANDEREN“, Jens Müller. Er stattete ihn mit einem Plattenvertrag aus und Jens verließ daraufhin die Band. Das Konzert in Kreuzberg am 9. November 1989, dem Tag der Maueröffnung, war damit auch zugleich ihr letztes, am 23. Dezember gab die Band ihre Auflösung bekannt. Es kam die Wende, das Album von Jens erschien unter dem Pseudonym „J.“ nur im Osten bei AMIGA, war grottenschlecht und Jens verdrückte sich über Paris und London nach Amerika.


1 Kommentare:
Danke sehr.
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